Beginn des Reiseberichts Teil 1
Ankunft in Panjim (Goa)
Mit einstündiger Verspätung legt das Schiff in Panjim an. Wir waren insgesamt 21 Stunden auf dem Schiff.
In einem ungeheuerlichen Gedränge werden wir von Bord gestossen und geschoben. Nach wenigen Minuten spricht uns schon der erste Rikscha-Fahrer an. Wir zögern nicht lange, sind wir doch komplett ausgelaugt, hungrig und durstig.
Wir fahren direkt nach Calangute, ein Ort, der in der grossen Hippiezeit der 68-er Jahre berühmt berüchtigt war (Drugs, Sex and RocknRoll) . Calangute liegt am längsten Strand von Goa, wir sind gespannt und auch in freudiger Erwartung.
In dem Tuk-Tuk erdrückt uns fast das Gepäck, es ist kaum Platz, so dass wir die Fahrt bis dahin nicht wirklich wahrnehmen, ausser die holprigen Strassen in den eh schon schmerzenden Knochen spüren und sehen können wir überhaupt nichts.
Wir werden direkt zu einem grossen Haus im Kolonialstil gefahren, wo auch Zimmer vermietet werden. Das Haus sieht sehr angenehm aus, hat einen grossen Garten und davor steht ein Auto aus besseren Zeiten.

Wir beschliessen, zunächst einmal ein Zimmer dort zu beziehen, um dann auf die Suche für eine andere Bleibe zu gehen.
Goa war dereinst portugiesische Kolonie, so kommt es, dass unsere Vermieter neben Englisch auch Portugiesisch sprechen. Das kommt mir sehr entgegen, denn von Hindi hatte ich immer kein Wort verstanden, während ich nun mit meinen Italienisch- und Französischkenntnissen recht gut verstehen und mich auch ausdrücken kann.
Calangute
Hier haben wir ein dreimal grösseres und dreimal billigeres Zimmer als in Bombay. Wir breiten uns aus, machen alle Gepäckstücke auf, lassen Luft rein, denn von der Hitze und der langen Reise ist alles ziemlich feucht geworden.
Wir machen nicht lange rum und suchen den Weg zum Strand.
Sofort vergessen wir alle Weisheiten unseres medizinischen Reiseführers, wir ziehen die Schuhe aus, laufen barfuss durch den Sand, stehen alsbald mit dem Füssen im Wasser.
Wie schön! Nach all den Strapazen der letzten Tage,

scheint sich doch alles gelohnt zu haben.
Wir sind ganz alleine dort, geniessen die frische Meeresluft und sind einfach nur glücklich.
Haussuche
Noch am gleichen Tag machen wir uns auf Haussuche. Wir gehen in das Touristenbüro, die uns aber nicht wirklich weiterhelfen können. An der Strasse zum Strand hat es kleine Lokale, in denen man sich verpflegen kann.
Grosse Pause, es gibt zu Essen und Trinken, alles appetitlich, und sauber. Es ist ein krasser Gegensatz zu Bombay.
Danach suchen wir auf eigene Faust nach einem Haus in Strandnähe. Überall stehen unter Palmen kleine Häuser, Kinder spielen, Schweine laufen frei umher. Schon nach einer Stunde haben wir Glück. Wir finden ein hübsches Häuschen mit 3 Zimmern und Küche. Hingegen sei die Wasserleitung noch nicht angeschlossen, solle aber die nächsten Tage kommen.
Die Toiletten hingegen befinden sich ausserhalb des Hauses, ein Doppel-Plumpsklo mit einer Art Rutschbahn, wo sich dann alles hinter dem Häuschen sammelt. In der Lache dahinter lag ein dickes fettes Schwein, welches mit Hochgenuss alles verspeiste.
Wir nehmen das Haus, es kostet umgerechnet etwa 7 Schweizer Franken pro Woche. Am nächsten Tag werden wir einziehen.
Danke für die Fortsetzung?
in der Spalte rechts ganz unten kann man die Mailadresse angeben und wird in Zukunft automatisch über neue Beiträge informiert 🙂
Liebe Corinne
Ich sitze grad entspannt beim Coiffeur und verliere mich in Deinem spannenden Reisebericht…
Dein Sprach-Stil gefällt mir sehr…
Herzlich grüsst
Gabriella
vielen Dank 🙂